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Zeiten, Orte und Personen sind frei Erfunden! Ähnlichkeiten sind rein zufällig und sind nicht beabsichtigt! ;-))))) Nun es war Donnertag Abend gegen 20:00 Uhr. Marcel und Renate warteten schon auf mich, da wir Freitag morgen um 5:30 Uhr in D’dorf am Autoreisezug sein mußten. Hatte sie vorgeschlagen das ich bei ihnen Übernachten sollte. Doch zuvor war noch der Stammtisch der IG-Niederrhein angesagt. Wir outeten uns als Autofahrer, indem wir mit kurzer Hose und T-Shirt dort eintrafen. Aber unsere Erklärung das unser liebstes Freizeit vergnügen fertig gepackt auf den Aufbruch zum Urlaub in der Garage warteten stimmte alle wieder milde. Ein paar Biere (ich brauchte ja ausnahmsweise mal nicht zufahren) und einige dumme Kommentare zu unserem Vorhaben mit dem Motorrad nach Rumänien fahren zu wollen und der Abend war vorüber! Als wir dann kurze Zeit später wieder bei Renate und Marcel waren, setzten sich Marcel und meine Wenigkeit noch mal kurz vor den PC um noch einige Waypoints in das GPS zuladen. So gegen halb Zwei ging ich dann über ins Land der Träume. 4:00 Uhr GUTEN MORGEN! Zeit zum Aufstehen der Zug wartet nicht! Die letzeten Sachen zusammen gerafft, Klamotten an, die Motorräder aus ihren Zwinger befreit und ab über die Bahn nach D’dorf. Freitag:--------------------------------------------------- -----------------Kurz nach 5:00 Uhr am Verladebahnhof! Einige Pkws und auch Motorräder warten schon auf ihre Verladung. Der Zeitpunkt des verladens rückt immer näher, verstreicht und nichts passiert. Dann endlich ein Bahnbedienster erscheint, einige Autofahrer konnten es nicht abwarten und starten schon mal die Motoren. Doch der Mensch winkt ab, verschwand erst mal im Unterdeck des Autoreisezugs, kam nach einiger Zeit wieder und! NEIN, wir durften noch immer nicht auf den Zug obwohl die besagten Autofahrer wieder ihr Motoren starteten. Nach einigen Minuten erscheint ein anderer Bahnangestellter, der dann zuerst die Motorräder auf die Waggons fahren ließ. (Wie es sich auch gehört!) Also, alle Motorräder bitte rechts halten und mit einigen Abstand hintereinander Parken, zwei von Bahnpersonal fingen vorne an und setzen die Räder der Maschinen fest, weitere zwei begannen mit dem Verzurren der Maschinen. (eine für vorne und einer fürs Heckteil) Als der Eine bereits so die 6 bis 7 Maschine hinten befestigt hat saß der Andere noch immer am ersten Moppet und hatte sich fast selbst mit verzurrt. Marcell war derweil noch mal kurz im Bahnhof einkaufen, damit wir ein paar Gastgeschenke parat hatten. Endlich im Abteil angekommen hatte es sich Marcel schon gemütlich gemacht und die Motorrad Klamotten gegen eine Jeans und T-Shirt ausgetauscht. Die Zugfahrt zog sich ein wenig, aber mit ein bißchen Schlafen und anschließender Lektüre (Drei Ausgaben CT und ein dickeres Buch von Renate) ging die Zeit dann doch um. Als wir dann mit ca. 35 Minuten Verspätung in München an kamen, schien die Sonne zur Begrüßung vom fast strahlend blauen Himmel. Schnell aus München raus, denn wir lagen ja schon 35 Minuten hinter unserem Zeitplan für diesen Tag. Auf die Autobahn in Richtung Salzburg Österreich, doch nach ca. 6-8 Km auf der linken Spur, eine aufgeregtes Gezeter von Renate. Wie sich nach dem Anhalten heraus stellte war ihr Motor plötzlich abgestorben. Nun einen halben Kilometer das Motorrad zurück schieben um Renates AT wieder flott zumachen. Benzinpumpe heiß? Also, Benzinschlauch ab, sehen ob sie Benzin fördert, einbischen wenig kommt da schon. Ob die Entlüftung des Tanks noch Funktioniert? Als Tankrucksack ab und Tankdeckel öffnen und sie da sie springt wieder an. Einen Lappen zwischen Tank und Tankrucksack und weiter, (schon wieder 20 Minuten verloren) doch einige Kilometer weiter standen wir wieder mit dem selben Problem. Das Spielchen von vorne Tankrucksack ab, Tankdeckel auf und starten. Doch diesmal springt sie nicht wieder an. Dann müssen wir doch noch mal die Benzinpumpe überprüfen, “Autsch, (Urton Marcel) ist die Heiß!” Benzinpumpe raus und aufgeschraubt und da sahen wir das Dilemma. Der Kippkontakt hatte sich auf der Kontaktplatte fest gebacken und war in der Mitte auseinander gerissen. Wir versuchten die untere Hälfte des Kontaktes auf der Kontaktplatte weg zu feilen. Das wegfeilen Funktionierte auch recht gut, nur der Kontakt nahm uns dies Übel und wollte nicht mehr schließen. Also, Telefonierten wir ein wenig mit einigen Honda – Händlern in der nächsten Umgebung. Und bekamen auch von einigen eine weitere Adresse oder auch einen guten Tip. Der eine schlug uns vor wir sollten doch die Benzinpumpe Überbrücken und den Sprit direkt in die Vergaser laufen lassen. Als letzte Lösung war dies auch gar nicht so schlecht. Nur die Maschine fährt dann nicht schneller als 80-100 Km/h, wer mehr will der steht! (Nicht war Renate!) Bei einem Händler hatten wir dann doch noch Glück er hatte eine Benzinpumpe und auch noch einen Mechaniker zu Einbau da. Wir standen zu diesem Zeitpunkt aber immer noch auf der Autobahn und es waren schon mittlerweile 16:45 Uhr. Dieser hatte aber nur bis 18:00 Uhr geöffnet und wir hatten, noch ca. 80Km bis zu diesem Händler. Das hört sich nicht viel an, aber mit 80Km/h über die Autobahn und später über Land und dann auch noch mit einigen unfreiwilligen Stops wegen Sprit Mangel. Nun zu guter Letzt kamen wir dann um 17:55 Uhr bei diesem Händler an. Ein Mechaniker kam heraus und bevor Renate etwas sagen konnte, wurde die AT in die Werkstatt geschoben und die defekte Pumpe ausgetauscht. Etwas komplizierter war dann die Abrechnung, da die Twin noch Garantie hatte, aber Renate aus “Gewichtsgründen” das Serviceheft nicht dabei hatte mußte eine Bestätigung vom heimischen Honda Händler eingeholt werden. Dieser faxte dann um 18:40Uhr die erlösende Bestätigung über die Durchgeführten Inspektionsintervalle. So konnten wir um 19:00 Uhr die Reise fortsetzen ohne 380,-DM für eine Benzinpumpe plus Stundenlohn bezahlen zu müssen. Eigentlich wollten wir um diese Zeit mit Chris den Oberösterreicher und seiner KTM Adv. auf den Rastplatz treffen. Da wir ihm aber stündlich einen Lagebericht telefonisch Übermittelt hatten war er zu Hause geblieben und meinte dann zu uns wir sollten doch nach Linz kommen und bei ihm Übernachten. Er würde dann in seiner Stammkneipe zu finden sein, da er in diesen Fall an dem Linzer Maus Stammtisch teilnehmen würde. So fuhren wir ohne weitere Probleme nach Linz und nahmen auch noch als Gäste am Stammtisch teil. Samstag:-------------------------------------------------- -----------------Am nächsten Morgen ging es früh auf die Motorräder aber nicht ohne das Chris KTM noch mal vor Vorfreunde unter sich machen mußte. Den Chris hatte am Tank noch ein paar Benzinschlauch Schnellverschlüssel angebracht, dies aber nach meiner Meinung verkehrt herum eingebaut so das, das Ventil auf der Vergaserseite und nicht an der Tankseite sitzt. Er hat dann auch noch zu allem Überfluß die Schnellverschlüsse nicht zusammen gesteckt. Als er auf der Maschine saß, natürlich mit Zigarette, öffnete er die Benzinhähne und der Sprit begann sich seinen Weg ins Freie zu suchen. Es ist aber nichts passiert, nur der kostbare Sprit versickerte ins Erdreich. Aber jetzt! Wir fuhren dann noch mal kurz Tanken d.h. Chris mußte noch mal Bunkern. Anschließend ging es über die Autobahn in Richtung Ungarn. An der ungarischen Grenze angekommen wurde ich dann von einem Zöllner der Österreichischen Seite nach einem Blick auf den Tachostand aufgefordert den Motor abzustellen. Das tat ich dann auch indem ich den Not-Aus betätigte, er fuhr mich etwas unwirsch an: “Ich sollte den Motor abstellen, indem ich den Zündschlüssel herum drehe und ihn heraus nehme!” Gesagt, getan. “OK, Motor starten und wieder ausschalten.” – “ In Ordnung, das selbe noch mal.” – “Bitte noch mal!” – “So, jetzt dürfen sie weiter fahren zur Paßkontrolle.” (Das ganze natürlich jedes mal mit herausziehen des Zündschlüssels) Die österreichischen Grenzer legten auch sehr viel wehrt auf die Länderkennzeichnung (D), man muß ja auch dort mit sauberem und gut lesbaren Kennzeichen herum fahren. (Es sei den man schwächelt und fährt mit dem Hänger nach Hause!) Auf der ungarischen Seite die Frage ob man in Lande bleibe oder Ungarn nur zur Durchreise nutze, danach einen Stempel in den Reisepaß und mit einer Guten Reise ins Land eingelassen. Eine weile auf der schnurgeraden Autobahn gefahren, dann mal kurz aufgewacht zum Tanken und irgendwann auf einem Rastplatz vorzüglich Gespeist. Es fing damit an das wir jeder eine 0,33L Flasche Coca Cola in unseren Kehlen verdunsten ließen, dann wurde von einigen als Vorspeise ein Camembert überbacken bestellt, als Hauptspeis drifteten die Geschmäcker dann etwas aus einander. Marcel und ich bestellten ein Jägerschnitzel, Renate bestellte ein Menü “mit ohne Fleisch” und zu guter letzt Chris irgend etwas mit Wild. Danach waren wir so was von satt, das wir nur mit einige Muhe auf unsere Mopeds gelangten. Wieder auf die Autobahn, 130Km/h (Erlaubt sind 120Km/h) und Autopilot rein. Vor Budapest rechts ab und wieder geradeaus, zwischen durch mal kurz gestoppt zum Tanken und Maut bezahlen. Ach ja, da war ja noch was! Kurz nach Budapest an eine kleinen Steigung, nach der richtungs Änderung mußten wir mal kurz anhalten, weil Marcel's AT-Motor eine Pause einlegte. Aber kurz darauf ging es dann doch weiter (Schlechter Sprit, im halb Schlaf den Not-Aus betätigt?) und etwas später verließen wir dann die Autobahn und fuhren über Land weiter zur rumänischen Grenze. Als es langsam 17:00 Uhr wurde, erreichten wir die Grenze. Zuvor hatten wir Angehalten um die CB-Funk Antennen zu verstauen und uns für die lange Wartezeit an der Grenze einzustimmen. (Laut Aussage Marcel mußten sie letztes Jahr 3 Stunden Anstehen) Doch siehe da, wir konnten direkt bis zum ersten Kontrollhaus durch fahren. Die Papierkörbe am Straßenrand waren aber alle sehr gut gefüllt, ein Zeichen dafür das es auch an diesem Tag eine sehr lange Schlange gegeben haben mußte. Die ungarischen Grenzer stempelten nur den Reisepaß und wünschten uns eine gute Reise. Doch wir hatten noch mehr Glück die rumänischen Grenzer hatten Langeweile. Hinter uns wurde dann auch sofort der Grenzübergang geschlossen, so das wir in aller Ruhe unser verbilligtes Transitvisum (23 US Dollar/43 DM) bezahlen und gleich Geld tauschen konnten. Am zweiten Kontrollpunkt wurde dann das Visum, der Reisepaß und der Fahrzeugschein kontrolliert und wieder Ausgehändigt. Beim dritten kam ein Grenzer heraus und fragte ob wir Waffen oder Drogen mitführen würden. Als wir dies Verneinten wünschte er uns ebenfalls eine Gute fahrt und ließ uns passieren. Wenige Kilometer später war dann noch eine mobile Radarkontrolle aufgebaut. Die wohl den einzigen Zweck hatte den Toristen zu zeigen, das sie sich an die geschwindigkeits Beschränkungen zu halten haben. Denn die beiden Polizisten lagen gelangweilt an ihr Fahrzeug gelehnt und hatten das Radargerät einfach auf das Dach des Wagens gelegt. Kurz bevor wir dann Arad erreichten hielten wir an um die CB-Funk Antennen wieder anzubauen und dann ging es mitten rein ins Getümmel. An einer sehr belebten Straßenecke stockte der Verkehr und sofort schossen aus allen Ecken die Kinder und Jugendlichen auf die Straße um an unseren Motorrädern zuspielen. Einige wollten sogar ungefragt aufsteigen und mitfahren. Wir entkamen nur mit einigen Gezielten kurzen Gasstößen den in den Großstädten sehr aufdringlichen Jugendlichen. Nachdem wir Arad hinter uns gelassen hatten erreichten wir Gesa’s kleine Pension. Dort wurden wir herzlich von Gesa und seiner Frau empfangen. Er hatte für uns zwei Gästezimmer vorbereitet, als wir zum Essen herunter kamen waren die anderen Gäste des Abends bereits mit ihrem Essen beschäftigt. Er führte uns in einen Raum indem drei Tische für 10, 8 und vier bis maximal 6 Personen standen. Der kleinste Tisch sei sein Tisch für Ehrengäste sagte er und bat uns daran Platz zunehmen. Dieser Tisch besaß drei alte verzierte Lehnstühle und ein riesen Sofa mit rotem Samt bezogen. In der Ecke stand eine Hypermoderne Cola Dose mit Stereoanlage und Fernseher, so das wir als Ehrengäste die Musik und das Fernsehprogramm bestimmen konnten und durften. Doch der Höhepunkt des Abends war das Essen selbst. Bei Gesa gibt es keine Speisekarte, er kocht war für seine Gäste und dies kann sich sehen lassen. Es fing an mit einer Vorspeise, einen zwischen Gang, einer Hauptspeise, einem Nachtisch aus Gebäck und einem Nachnachtisch bestehend aus einer Honigmelone. Zum Abschluß gab es dann noch einen Kaffee und oder ein zwei Gläser Weinbrand vom feinsten. Wer danach noch Hunger hat der sollte sich auf einen Bandwurm oder ähnliches Untersuchen lassen. Sonntag:-------------------------------------------------- -----------------Am nächsten Morgen wurden wir von Gesa um 8:30 Uhr geweckt und zu Frühstück gebeten. Auch das Frühstück bestecht bei Gesa aus mindestens drei Gänge und ist wie das Abendessen sehr lecker. Wir mußten uns von Gesa's Gastfreundschaft regelrecht losreißen, er versorgte uns noch mit Birnen und dann fuhren wir in Richtung Caransebes, in der Nähe befindet sich der Stützpunkt der Enduromania III ’99 bei der Fam. Wittmann. Doch zuvor wollte Renate zu Einstieg über den Ruschita Paß, den hatte Sie letztes Jahr geschafft und sie wollte jetzt versuchen ihn mit Gepäck zufahren. Aber zuerst ging es durch einige kleine Dörfer, über eine Bundesstraße die im mittleren Teil der Strecke einem breiten Feldweg glich. Irgendwann bogen wir dann auf eine für deutsche Verhältnisse Forststraßen ähnlichen Weg ab, der in Rumänien als Landstraße bezeichnet wird. Als wir ¾ des Weges zu Paß hinauf bewältigt hatten, kamen wir an eine Stelle die durch einen umgestürzten Baum versperrt war. Umkehren kam vom ersten Augenblick an nicht in frage. Also begannen wir eine Lösung des Problems zu suchen und fanden auf den erst Moment nur eine Lösung. Die Maschinen mußten unter den Baum durch, dieses gelang uns mit Marcel's Maschine recht gut, indem wir sie links neben den eigentlichen Weg durch ein Schlammloch hindurch unter den umgestürzten Baum hindurch fuhren, zogen und wuchteten. Anschließend bin ich mit meiner Q hindurch! Nein, so einfach war es auch nicht! Sie versank bis über beide Radnarben und saß mit dem Motorschutz auf. Marcel band seine Twin vor meine Q und wollte mich mit samt der Q aus dem Loch ziehen. HI, wenn eine Kuh mit will, dann will sie nicht! Ich nahm darauf hin den rechten Koffer, den Tankrucksack und die rechte Seitentasche ab. Legte die Q auf den rechten Zylinder und mit vereinten Kräften (Fahrtwind-POWER) zogen und drehten wir die Q aus dem Schlammloch, setzten Sie wieder auf ihre Räder und versuchten es noch einmal Sie mit der Twin aus der mißlichen Lage zu befreien. Und siehe da, nach der Suhle schien es der Q besser zu passen. Sie ließ sich bereit willig von der Twin aus dem Loch ziehen. Während dieser Aktion lösten sich die letzten Äste eines mit zu Boden gegangenen Baumes und gab eine andere Möglichkeit frei. Diese Nutzen wir dann für die letzten beiden Motorräder. Wir ließen die Räder auf dem Weg und kippten die Maschinen zum Schlammloch hin und schoben sie so unter den Baumstamm hindurch. Warum einfach, wenn es auch umständlich geht! Oben am Paß angekommen machten wir eine längere Pause um uns von den Anstrengungen zu erholen. Einige Zeit später fuhren wir dann hinunter. Der Weg begann mit einem gut zufahrenden Feldweg der mit einige kleine lose Felsbrocken gespickt war. Von Kehre zu Kehre wurden die Felsbrocken jedoch größer und endeten damit das ein Bach den Weg als Bachbett nutzte. Also ging es immer dem Bach entlang, geradewegs den Berg hinunter mit einigen kleineren Sprüngen und Stunts. Dort verlor mein rechter Alu Koffer wie sich nachher herausstellte seine Jungfräulichkeit und bekam seine erstem Beulen und Verformungen. Aber es einfach riesig viel Spaß gemacht. Etwas später erreichten wir dann Caransebes und die Abfahrt ins Tal nach Wittmanns. Eine Betonplatten strecke führte von der Hauptstraße aus durch ein kleines Dorf, indem wir freudig von den Kindern empfangen wurden. Hinter dem Dorf war die Strecke an zwei Stellen vom Bach halb unterspült worden und mit Steinen und Ästen abgesperrt. Weiter oben kam drei Stellen, die wohl wie wir später erfuhren komplett auf zwei Meter tief weggespült waren und einfach mit Kies aufgefüllt waren. Diese waren erst wenig befahren und deshalb sank man noch recht Tief ein. Ich hatte bei der ersten Stelle noch recht viel Abstand zum vorausfahrenden Marcel. Doch er “fusselte” durch diese Stelle und ich meinte nur über CB er müsse mit Gas durch dieses Kiesfeld, ähnlich eine Sanddurchfahrt. Bei der zweiten Stelle “fusselte” er wieder und ich holte weiter auf, da ich mit Speed die Sache anging. Er sah das meine Art diese Felder zu passieren funktionierte und gab vor dem dritten Feld das am Abzweig nach Wittmann’s gas. Doch kurz bevor er das Feld erreichte bremste er wieder. Völlig irritiert von seine Aktion fuhr ich an ihm vorbei, das Vorderrad tauchte ein, ich gab Gas um es entlasten. Einige Meter später das gleiche Spiel wieder, ich gab noch mehr Gas, kam ein wenig quer, korrigierte und war aus dem Kiesfeld. Das Dumme daran war das ich vergaß das Gas wieder zuschließen und nach dem Kiesfeld eine Betonplatte versteckt unter etwas losen Sand lag. So das ich mit fast Vollgas den Sand weg schaufelt und einen sauberen mega Drift hinlegte. Dieses hätte mich schon am ersten Tag zum “Driftkönig” werden lassen. Leider ging mir die Straße aus, da es völlig unkontrolliert zu Sache ging. Als dann auch noch die Betonkante der weiterführenden Straße auf mich zukam, habe ich das fliegende Dickschiff fluchtartig verlassen und es seinem Schicksal überlassen. Nun die Folge war das die Q sich mit voller Breitseite auf die linke Seite warf und ich ein paar Meter später ebenfalls auf der Betonplatte landete. Not-Aus rein, Maschine aufheben war dann nur noch Reflex. Danach erst mal tief Durchatmen und den Schaden begutachten. Ist ja gar nicht so schlimm, der Sturzbügel hat ja noch nicht mal den Zylinder berührt, der Handprotektor und die Armaturen sind auch noch ganz und der Alu Koffer diesmal links hat auch nur ein paar kleiner Kratzer. Ähm! Außen sind nur ein paar Kratzer, aber innen am Kofferträger sieht der Koffer nicht mehr so aus wie vorher und Dicht ist der bestimmt auch nicht mehr! Nun bei einer ein gedrückten Kofferwand von ca. 3cm kann man wirklich nicht mehr von Dicht reden, oder? Und die Furt warte noch auf uns! Zwischen Zeitlich war Andreas mit seiner Yam Teterä uns entgegen gefahren. Er war schon am Vortag mit Bulli und Hänger angereist. Hatte eigens eine CB-Funkanlage gekauft und an seinen Moped befestigt, das beste war seine Antenne die ca. 1,2m lang war und ihm fast erschlagen hätte Aber weiter ging es nach Wittmann! Als ich mich der Furt näherte, war Chris und Andreas bereit drüben und verschwanden gerade in der Böschung. Mir kamen so einige kleine Stoppelhopser entgegen. An der erst noch halbwegs intakten Abflußröhre war es für einen der Kleinen dann doch etwas eng, da ich mit vollem Gerödel (vorne 860mm breiten Lenker, hinten 980mm breite Alukoffer) mich auf dieser Röhre doch etwas breit gemacht habe! Die Furt selbst war nicht sehr tief und auch nicht breit, das Problem war, das man direkt nach der Furt rechtwinklig nach rechts dem Bachbett hinauf durch feinen Sand die Böschung hinauf mußte. Der Rest des Weges war dann wieder Feldweg mit kleineren Steinen. Renate hatte wohl größer Probleme an der Furt und so kam ich ohne Marcel und Renate im Schlepp zu haben oben im Camp an. Sergio der Veranstalter stand mitten in der Auffahrt, ich hielt an und begrüßte ihn mit: ”HALLO Sergio!” Er sah mich völlig entgeistert an und konnte mich nicht einordnen. Als ich ihm sagte das ich Pauly sei und mit Renate und Marcello gekommen sei. Kannte er sofort meinen Richtigen Namen und so allerlei andere Informationen über mich. Er hätte mich eigentlich an meiner Q erkennen müssen, die hat ihm von Anfang an beeindruckt. Als dann auch noch Renate und Marcel ankamen war die Begrüßung perfekt. So mancher wurde heran gerufen und uns vorgestellt. Nach einiger Zeit konnten wir dann weiter Fahren und die Fam. Wittmann begrüßen. Dort bekamen wir den Schlüssel für “das kleine Haus!" Gepäck abladen und einrichten! Montag:--------------------------------------------------- -----------------Am nächsten Morgen wollte Renate das wir Jungs uns erst mal so richtig Austoben und ließ uns den Hausberg (Cozia) alleine hoch fahren. Sie wollte dann am Nachmittag mit uns fahren. Leider konnte sich weder Chris noch Marcel an den einfachen Weg erinnern. So, das wir die Steilauffahrt zum Cozia nahmen. Die dann letztendlich mit meinem umfallen und der gebrochenen Fußrastenplatte endete. An einer Stelle lag der Weg zum Wiese ca. 30cm tiefer und hatte selbst in der Mitte eine Auswaschung von ca. 40cm. Ein Stück weiter ragte auf der Seite die wir befuhren ein kleiner Busch in den Weg und Marcel hielt vor mir an. Ich wollte meine Q links an den Wiesenrand anlegen wurde aber durch ein Grasbüschel nach rechts Abgewiesen und kippte mit dem rechten Zylinder in die besagte Auswaschung. Das ganze Gewicht der Q lag auf der Fußrastenpaltte und sie brach in zwei Hälften. Für mich war die EnduRoMania schon vorbei bevor sie überhaupt angefangen hatte! Nun den Berg wieder herunter und das ganze nur mit der Vorderradbremse, da sich der Bremshebel an dem unteren Teil der Fußrastenplatte befindet und dieser sich im Tankrucksack nach Hause fahren ließ. Die Vorderradbremse übernimmt ja eh 95% der Bremsleistung auf Asphalt, dann muß sie auch im Gelände die Wirkung haben und auf die letzten 5% kann oder besser muß man halt im so einer Situation verzichten. Ich bin dann auch zum Camp zurück gekommen. Es ist nur ein bißchen unbequem mit den rechten Fuß im Racer Stil auf der Soziusraste durchs Gelände zupflügen. Im Camp angekommen und die Q gleich bei “Nello” (der Chef Schrauber der EnduRoMania) abgestellt. Er meinte nur zu mir, als ich ihn fragte. “Ob er das wieder hin kriegen würde?” Und mit Marcel im gleichem Atemzug, über die Beschaffung einer Ersatzplatte mit der Hilfe des ADAC’s redete:” Kein Problem! Was willst Du mit ADAC? Morgen werde ich fahren und die Raste schweißen. Ist nur bis Timisoara (ca.120Km weit weg), aber geht!” Ja wie sollte es anders sein! Am nächsten Morgen ist der Rest dann ohne mich Gestartet und ich habe mich im Camp herum getrieben, gesonnt und ein wenig geschlafen. Später so gegen 17:30 Uhr habe ich mich zu Fuß in Richtung Furt aufgemacht. Dort spielten einige Kinder, mit ihren Stopelhopser, Expiditions Fahrzeugen (ca. 7.5 Tonnen) und auch wirkliche Kinder am und im Fluß. Einige Zeit später fuhr Nello mit seinem BMW Diesel durch die Furt und sagte: “Dein Teil ist fertig, erste Probe in einer Stunde.” Als es 19:00 Uhr wurde tauchte auch das Fahrwindteam an der Furt auf und posierte für einige Bilder in der Furt. Den Weg zurück fuhr ich dann als Sozius auf Marcel's AT mit. Bei Nello angekommen hatte sich noch nichts getan, also abwarten. Kurz vor dem Abendessen noch mal bei Nello vorbei geschaut, noch immer nicht! Jetzt kam er aber direkt auf mich zu und gab seinen Mechaniker die Anweisung sofort mit der BMW anzufangen. Doch wo sind die Schrauben? An einer KTM, Husaberg oder an der alten XT die hier eben noch stand? Nun einige haben sie dann doch wieder gefunden und andere wurden einfach weggelassen oder durch ähnlich Ersetzt. Nach dem Abendessen bin ich dann noch mal runter, um zusehen wie weit man gekommen war. Der Mechaniker meinte mir mit einer Geste sagen zu wollen, das die Q fertig sei. Etwas mißtrauisch begutachtete ich die Rastenplatte und siehe da in einer Zylinderschraube steckte noch der Inbusschlüssel und die Schraube war nicht angezogen. Also, alles noch mal kontrollieren und nachziehen. Danach die Q zur Hütte gefahren und direkt mal im nassen Gras auf die Raste gelegt. Und?! Hält sogar! Dienstag:-------------------------------------------------- -----------------Am drauf folgenden Morgen gefrühstückt und auf zum Muntel Mic, Cunto und vielleicht Tarcu! Der Muntel Mic ist ca. 1500 m hoch und besitzt eine gut zufahrende Schotterstraße, einige die schon mehrmals dort waren fahren ihn auch direkt an ohne die Serpentinen zu nutzen. An der Wetterstation angekommen werden wir vom Meteorologen begrüßt und in die Hütte gebeten. Wir bekommen einen Tannenholz- oder Tannennadelsirup mit Wasser angeboten der sich als sehr lecker heraus stellt. Dann bekommen wir noch einige Informationen über das Tageswetter und eine Vorschau auf den darauf folgenden Tag. Zum Abschluß kommt der für diese Branche wohl übliche Satz: “Aber alles nicht sicher! - Schau 3Sat!” Zwischendurch wird noch kurz über einen Keilriemen gefachsimpelt der im Winter ein Shnowmobil antreiben soll und in Rumänien nicht zu bekommen ist. Da es sich um einen österreichischen Markenhersteller handelt und Chris diesen zufälliger weise ab und an Beliefert. Werden gleich alle Hebel in Bewegung gesetzt um diesen Keilriemen zu besorgen. Technische Daten, Anschriften und das versprechen werden ausgetauscht, das Chris, wenn er diesen Riemen besorgen könne eine Woche im Winter auf der Hütte Kost und logier frei habe. Doch bald sind wir auf dem Weg zum Cunto d.h. 1/3 der Strecke zurück und dann irgend einen Weg zum Cunto hoch. Am Abzweig zum Cunto geht’s über eine Wiese mit vier oder fünf möglichen Wegen, die wie sich später heraus stellt alle in einen Waldweg enden. Dort beschließt Renate auf unsere Rückkehr zuwarten und bleibt zurück. Chris spielt mit seiner KTM und prescht schon mal vor. Andreas, ich und dann Marcel folgten ihm mit einem guten Abstand. An einem Steilstück mit tückischem Geröll beschließt Andreas Teterä sich und ihrem Fahrer eine Pause zu gönnen und beide legen sich hin. Ich bekomme meine Q noch zum stehen und lehne sie links an die Böschung steige ab und helfe Andreas die Maschine aufzurichten. Marcel stellt seine AT etwa tiefer, wo es nicht ganz so steil ist ab und kommt ebenfalls Andreas zu Hilfe. Mit vereinten Kräften (Fahrtwind-POWER Teil II) schaffte es Andreas mit seine Teterä in Geröll anzufahren und den Hang hinauf zufahren. Marcel und ich steigen auf unsere Maschinen, ich versuche an zufahren, schaffe auch einen halben Meter, bleibe mit dem Hinterrad an einem etwas größerem Stein hängen und falle nach rechts. Ja, es hat wieder mal die Fußrastenplatte erwischt. Marcel und ich richten die Maschine wieder auf und ich helfe ihm mit seiner Maschine den Hang hinauf zu kommen. Er fragte auch noch vorher: ”Kommst du mit deiner Maschine hier wieder runter?” – “ Ja, ja! Kein Problem! Es geht ja nur noch runter!” Nun Marcel war weg sich die Cunto Punkte holen und ich setze langsam im ersten Gang, so wie man es gelernt hat zurück. Doch im Geröll ist das gar nicht so einfach. Das Resultat war das die Maschine wieder zur rechten Seite kippte. AH jetzt ja! Die Q mit ihren 280 Kilo am Hang auf die Beine stellen und das ganz alleine! Wie war das noch Räder bergab drehen und aufrichten!? Oh, das geht ja wirklich einfach! Und jetzt aufsteigen und die Maschine bergab herunter Rollen lassen. OOOhhhh!!! Der Fuß auf der Bergabseite findet keinen halt. SSSssssooo ein mißt jetzt liegt die Q kopfüber am Berg. Das ganze noch mal, die Q diesmal über den linken Zylinder um 180° Grad drehen, bis die Räder wieder bergab zeigen, Maschine aufrichten und jetzt aufsteigen. Auf der Seite klappt es komischer Weise besser, Übung beim Fahrsicherheitstraining zahlt sich halt aus und beim nächsten Training wird darauf bestanden, das daß ganze auch in der anderen Richtung geübt wird. Als es dann flacher wird, wird die Maschine abgestellt. Ich muß ja noch mal zurück meine Jacke und Helm holen, es ist halt recht Schweiß treibend so ein Dickschiff aufzuheben. Jetzt wo alles vorbei ist kommen sie mir entgegen, ich hätte ja auch warten können bis sie zurück kommen. Dann hätte sie aber im Steilstück anhalten müssen oder über meine Q einen Salto geschlagen. Unter um ständen hätte ich auch lange warten müssen, denn sie wollten ja auch noch den Tarcu hoch. Alles nur Überlegungen hätte, wäre, wenn. Jetzt wir der Rückweg an getreten und mal wieder mit einer Fußraste und ohne Hinterradbremse den Berg hinunter. Aber zuerst noch um diese häßlich tiefen Schlammlöcher herum, beim hoch fahren konnte man sie ja noch im Stehen umfahren, aber jetzt mit dem Fuß auf der Soziusraste? Die ersten gingen noch, doch dann wurde es zu einem akrobatische Akt. Am ersten vorbei direkt ins zweite, wenn ich jetzt langsamer werde komme ich hier nie wieder raus. Also, “GERONIMO!" Vollgas und durch! Nun es muß sehr beeindrucken ausgesehen haben. Denn Marcel, der hinter mir war brachte so einige Kommentare über Funk die ich im Eifer des Gefechtes nicht so richtig mit bekommen habe. Da wahr irgend etwas mit schlechter Laune und ich glaube der will seine Maschine hier lassen, oder so! Bei Renate angekommen machten wir eine kleine Pause, bevor ich schon mal langsam vorfuhr und später am Fuße des Muntele Mic auf den Rest wartete. Als alle unten waren beschlossen wir uns zu trennen, Renate und ich fuhren den Umweg über den Asphalt und die anderen wollten die kürzere “discovery” Strecke nehmen. Renate und ich kamen dann auch am verabredeten Kontrollpunkt an und mußten über eine Stunde auf die anderen warten. Sie hatten sich völlig verfahren und brauchten einen einheimischen Führer um den Kontrollpunkt zu erreichen. (Nur nach GPS zufahren ist halt nicht immer die beste Lösung) Als Sie endlich ankamen, hatte ich dann eine Idee wie ich die Fußraste montieren könnte und fragte unseren Gastgeber am Kontrollpunkt ob er vielleicht einige Blechstreifen hätte. Er fragte mich wozu ich diese Dinge benötigen würde und ich antwortete ihm, das meine Fußrastenplatte gebrochen sei und das ich mit den Blechen versuchen wolle diese zu flicken. Er ging mit mir raus zu meiner Q und sah sich die Bescherung an, verschwand in einen Schuppen und kam mit einem Werkzeugkasten heraus. Er schraubte die Platte ab und ging wieder in den Schuppen. Kurze Zeit später bohrte und nietete er mir die Platte zusammen. Wie sich heraus stellte war er der Schmied des Dorfes und er verstand sein Handwerk, denn die Platte hielt glatte zweit Tage. Anschließend fuhren Renate und ich zum Camp zurück, die anderen machten noch einen kleinen Abstecher zu einem weiteren Kontrollpunkt. Dort hatte Marcel seine ersten Platten auf der Enduromania. Ein kleines Holzstück (ca.5cm lang, 2-3cm breit und leicht keilförmig. , am dickeren Ende war es ca.1cm dick) hatte sich durch den Mantel gedrückt und den Schlauch halb aufgeschnitten.(NUMMER 1) Als Renate und ich zur Hauptstraße zurück kamen trafen wir einen Holländer mit einer total verschranzten CB550. Er hatte leichte Probleme mit seiner Maschine und ich bot ihm an, das ich Versuch würde unsern Mechaniker zu bewegen ihm und seine Maschine abzuholen und zu reparieren. (Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Rumänen ist sehr Ansteckend.) Nello erklärte sich bereit mit mir zurück zufahren, da er aber noch beim Essen war, dauerte es eine ganze weile, bis wir los fuhren. Auf halber Strecke fiel Nello ein das er überhaupt kein Geld dabei hatte und er im Dorf dringend Tanken müsse, ich dachte mir nur was für ein Schlitzhohr er zockt dich ab und läßt dich die Tankrechnung begleichen. Nun die könne dann auch der Holländer bezahlen. Als wir an die Stelle kamen, an der zuvor der Holländer stand, war dieser verschwunden. So bekam mein willen zur Hilfsbereitschaft mal wieder einen deftigen Dämpfer. So fuhren wir wieder nach Wittmann’s zurück, aber nicht ohne vorher noch zu tanken. Ich glaube Nello hat von mir so ca. 50 000Lei bekommen, eine Lächerliche Summe also. Mittlerweile war es Dunkel geworden und ich bekam einen Eindruck davon was es heißt im Dunkel in so einem Gelände unterwegs sein zu müssen. Ich war froh das ich in einem vierrädrigen Fahrzeug unterwegs war. Mittwoch:------------------------------------------------- -----------------Am nächsten Tag machte Nello einen Riesen Bogen um mich, als er mich sah! Wir machten uns an diesem Tag relativ früh auf die Socken, da wir bis zur Sonnenfinsternis noch ein schönes Stück fahren mußten. Nach ca. 40Km drehten wir dann nach einer kleinen Diskussion um, fuhren an Wittmann’s vorbei. Nach etwa weiteren 6-7Km mußte ich tanken, beim losfahren entdeckte Andreas das Marcel schon wieder einen Plattenreifen hatte. (NUMMER 2) Marcel demontierte das Rad, den Reifen und stellte fest, das der neue Schlauch an der selben Stelle, aufgeschnitten war wie der Erste. Nach aller einhelligen Meinung hätte Marcel diesen Mantel schon beim ersten mal nicht mehr benutzen dürfen! Also packte ich den Reifen auf meine Q und fuhr mit Andreas nach Wittmann’s hinauf, um bei Nello einen neuen gebrauchten Reifen zu holen. Bei Nello angekommen hatte dieser keine andere Wahl, er mußte mit mir reden. Bereit willig zeigte er mir ein paar Reifen die in frage gekommen wären. Dort suchte ich mir den Besten raus, diese Barum Stoneking hatte nur ein kleines Loch durch einen Nagel verursacht. Vom Tankgeld war immer noch nicht die Rede! Andreas und ich fuhren wieder zur Tankstelle zurück und Marcel bekam seinen neue Crosspelle und einen neuen Schlauch von Chris. Nachdem alles wieder dort war, wo es hin gehörte fuhren wir durch Caransebes, bis zur einer großen Weide. Dort stellten wir die Motorräder ab und beobachteten die Sonnenfinsternis. Als die Sonne fast völlig bedeckt war begann der Hirte auf seiner Flöte eine Melodie, die er beendete, sich um 90° Grad weiter drehte und dann von vorne begann. Das machte er so lange bis die Sonne wieder in ihrer ganzen Pracht strahlte. Leider war es an diesem Tag nicht so schön wie es an den Tagen zuvor war und wir konnten nur durch eine Wolkenschicht die Sonnenfinsternis betrachten. Aber erstaunlich war es schon wie schnell es kalt wird und wie dunkel es wird, wenn die Sonnenstrahlen die Erde nicht mehr erreichen. Man bekommt in solchen Momenten erst richtig den Eidruck wie abhängig man doch von der Sonne und der Natur überhaupt ist. Als alles vorbei war fuhren wir zu einem Kontrollpunkt, der an einem Naturstein Staudamm liegt. Die Betreuerin des Kontrollpunktes hat einen Truthahn erster Güter. Er ist der ganze Stolz dieser Frau und hört sogar auf‘ Wort. Natürlich versteht er nur Rumänisch und so konnten wir ihm keine Anweisungen geben. Aber er versuchte uns mit seiner ganzen Fiederpracht zu beeindrucken. (Er hätte mich beeindruckt, wenn er gebraten auf den Tisch gestanden hätte! Ich glaube jetzt muß ich erst mal ab tauchen. Deckel zu und ab!) Auf dem Rückweg haben wir noch an einer Tankstelle angehalten und mit Cola und eine Kleinigkeit zu essen den ersten Durst und Hunger gelöscht. Da wir noch schnell einen Kontrollpunkt auf den Rückweg mitnehmen wollten. Im Dorf angekommen, wo sich der Kontrollpunkt befinden sollte sagte Marcel über Funk: ” Wir machen es wie immer, ich lese mal nach, wo er sein soll und ihr fahrt schon mal suchen!” Zu diesem Zeitpunkt stand er schon etwas abseits der eigentlichen Dorfstraße im Dreck vor einem Haus mit einem winzigen Enduromania Aufkleber an der Tür. Als ich ihm darauf aufmerksam machte das er den Kontrollpunkt schon gefunden habe entwich Marcel’s Hinterreifen zum dritten mal die Luft. (NUMMER 3) Reifen drehen und siehe da ein Nagel lugte aus dem guten Stoneking! Übung macht den Meister! Marcel demontierte die Felge und wollte den Reifen demontieren dieses erwies sich als sehr mühselig, da der Stoneking einen Gummiwulst an der Karkasse besitzt und das Felgenhorn zu schützen. Aber mit Fahrtwind Power geht irgendwie alles und so bekamen wir den Reifen einseitig vom Felgenhorn. Flickten den Schlauch mit einem Schlauchflicken unter mit Hilfe und Anleitung von Chris. Denn er war der einzige Raucher in unserer Gruppe und er meinte der Vulkanisierer müsse eine Zigaretten Länge wirken und dann könne man den Flicken auf den Schlauch pressen! Aber bitte nur kurz und mit viel Kraft! Nach einer weiteren Zigaretten Länge verstauten wir den Schlauch im Reifen. Dann gingen unsere Meinungen ein wenig auseinander, Marcel wollte den Reifen sofort wieder aus die Felge zwingen. Ich dagegen wollte den Schlauch zuerst ein bischen aufpumpen, damit er sich in der Felge setzen kam und beim montieren des Reifens nicht eingeklemmt wird. Da Marcel aber mehr Erfahrung mit Plattenreifen hat ;-) , habe ich mich zurückgehalten und ihn gewähren lassen. Mit dem Erfolg das wir abwechselnd durch pumpen versuchten Luft in den Schlauch zu bekommen. Die Erste war ein kleine Teleskop Luftpumpe von Marcel, die Zweite war eine doppelt wirkende Mini Luftpumpe von Andreas, die Dritte war eine alte große Fahrradluftpumpe aus dem Dorf. Als dann zum Schluß auch noch zwei von meinen Gaspatronen ohne Wirkung im Schlauch verpufften, demontierten wir den Reifen wieder und siehe da. Der Schlauch sah aus wie ein Schweizerkäse über all konnte man eindrücke der Montiereisen sehen. Ich gab dann Marcel meinen Schlauch (Elefantenschlauch für dicke Kühe) den ich für den Notfall dabei hatte. Diesen pumpten wir dann vor der Montage des Reifens ein wenig auf und siehe da er hielt die Luft. Mit einiger Verspätung kurz, bevor es richtig Dunkel wurde erreichten wir dann auch Wittmann’s. Wir gingen Essen und danach erst Duschen. Donnerstag:------------------------------------------------ -----------------Am Morgen fragte uns Sergio der Veranstalter der Enduromania ob er mit uns mit fahren und oder ob er uns einige auch für uns gut befahrbare Strecken zeigen dürfe. Er habe einige Sehenswürdigkeiten die wir einfach mal sehen müßten. Er sprach von heißen Quellen und Salinen. Für uns war es eine Ehre von Veranstalter selbst geführt zu werden und wir willigten ein. Als erstes ging es bei Wittmann’s den Berg hin, dort blieb Renate mit ihrer Twin stecken und brach die Tour direkt ab. Marcel sagte über Funk er würde Renate helfen und dann nach Kommen. Da Sergio der einzige in der Gruppe war der kein Funk hat bekam er natürlich nicht mit was am Ende passiert war. Er ging davon aus das, wenn er seinen Hintermann noch sah alles in Ordnung sei. Chris der hinter ihm fuhr hatte zu diesem Zeitpunkt einige Probleme mit seinem Funk und hatte die Rauschsperre ganz zu gedreht. Was zu folge hatte, daß er mich schon nach wenigen hundert Metern nicht mehr hören konnte. So preschte auch er hinter Sergio her ohne zu wissen was ganz hinten los war. Marcel der hinter uns her hetzte hatte ebenfalls die Rauschsperre (den Squelch) weit zu und er versuchte uns über Funk zu erreichen. Da er uns aber nicht hörte wie wir antworteten brauchte es eine ganze Zeit bis seine Wut so aufgebaut war, das er nur noch ins Mikro schrie wir sollten sofort anhalten. Was wir dann auch direkt in die Tat umsetzten. Ich war der erste den Marcel erreichte und bekam die volle Ladung ab. Er übergab mir die Kontrollkarte und einige Landkarten, drehte mit dem Kommentar: ”VIEL SPAß!” ( Ironisch angehaucht) Ich fuhr weiter und erklärte Sergio die Situation. Darauf hin drehten wir alle und fuhren Renate und Marcel abholen. Es dauerte nicht lange und wir waren auf, für mich schöne Endurowege. Die zwar an einigen Stellen mit tiefen aber am Grund festen Schlammlöchern gespickt waren. Wir kamen an einen Stausee vorbei der ausgiebig von der rumänischen Bevölkerung zum Baden und campen genutzt wird. Bei uns in Deutschland hätte man uns gelyncht, aber hier sprangen die Leute auf und winkten uns zu. Sergio zeigte uns in einem Dorf nahe diesem Stausee ein Stift des ASB-NRW das auch einmal in Jahr als Basis Camp der Enduromania dient. Anschließend fuhren wir nach Semenic Tourismus Zentrum, es ist eine Hochebene die im Winter ausgezeichnete Wintersport Möglichkeiten bietet. Am Hotel das auch ein Kontrollpunkt beherbergt machten wir eine kleine Pause um uns zu erfrischen und ein paar Kekse zu essen. Telefoniert wurde natürlich auch fleißig, es ist einer der wenigen Punkt an dem man mit den Handy Empfang hat. Sergio führte uns über die Hochebene zuerst gab es noch sichtbare Traktoren spuren gespickt mit kleineren Felsstücken. Aber später verjüngte sich der Weg, in der Ferne konnte man ihn sehr gut erkennen, doch direkt vor den Rad sah man nur Wiese und dazwischen Steine über die man mit einigem Speed gut hinweg kam. Nur Renate war ein wenig zu vorsichtig und hatte nicht genug Schwung die Steine überfahren zu können und so lag sie das eine und andere mal auf der Seite. Bis Sie nur noch ein “TAXI” haben wollte. Doch Sergio meinte zu ihr, daß der Weg zurück schwieriger sei, als der Weg der noch kommen würde. Der Weg der dann noch kam war allerdings doch etwas schwieriger als angenommen und Renate verweigerte so manches mal das weiter fahren. So mußte Marcel die Twin von Renate am Eingang zum Wald die erste Böschung herunter bringen. Renate maschierte allerdings gerade Wegs an ihrer Maschine vorbei und so mußte Marcel die Twin bis zu einer kleinen Lichtung fahren. Um Renate wieder auf ihre Twin zu bekommen und nicht ganz den Weg in Wald zu verlieren fuhren wir immer nur keine Stücke und holten dann die zweite Maschine. Bis wir zu der besagten Lichtung kamen zwischen durch blieb ich mal wieder mit der Raste hängen und brach mir die Platte zum drittenmal ab. Sergio war im Wald mit Chris vorgefahren, weil die beiden mal wieder nichts mit bekamen. Als er merkte, daß einige nicht mehr da wahren drehte er und wir trafen uns auf der Lichtung. Jetzt streikte Renate wirklich und wir beschlossen, das Andreas und ich auf der Lichtung warten würden, während Sergio, Marcel und Renate als Sozius bei Marcel aus dem Wald fahren würden. Etwas später kam dann Sergio mit Chris und Marcel als Sozius zurück und Marcel fuhr Renates Twin den Berg hinunter. Nach der Lichtung ging es nur noch quer Feld ein den Berg hinunter, bis wir durch eine Furt auf der anderen Seite eine 120 Jahre alte Hauptverkehrsstraße erreichten. Dort warteten die anderen und wir fuhren auf dieser Straße Tal wärt’s, bis Renate die mit Marcel als letzte fuhr in einer kleinen Wasser Querung ihren Hintern versenkte. Bei dieser Aktion fiel ihre Twin auf ihren Fuß und klemmte sie ein. Bis Marcel seine Twin abgestellt hatte und Renate zu Hilfe eilen konnte waren schon einige Liter Wasser durch Renates Hose geflossen. Dem entsprechend war dann auch Renates Reaktion und ihre Twin blieb mal wieder stehen. Wir fuhren einen geniale Weg hinunter, die Wegitation war so dicht und hoch gewachsen, das man nur noch die eigene Fahrspur sah und wenn man wechseln wollte mußte man sich durchs Grün kämpfen. Endlich oder leider erreichten wir einen Grillplatz und der Weg schien besser zu werden. Wir warteten wieder während Chris mit Marcel den Weg wieder hinauf fuhren um Renates Twin zu holen. Renate faselte irgendwas von Fuß gebrochen und wir hätten doch alle keine Ahnung. Aber wir überredeten sie doch den Stiefel aus zuziehen und den Fuß in nahe gelegenen Bach zu kühlen. Als plötzlich Motoren Geräusch zu hören war, schreckten wir auf und wunderten uns wie die beiden die Strecke ssssoooo schnell geschafft haben können. Doch was da aus dem Weg schoß waren nicht Chris und Marcel. Es war eine Horde von Stopelhopseren die ihren heiden Spaß hatten. Sie hielten an und machten mit uns eine kleine Pause. Es wurde direkt Benzin gequatscht: “Was ist den das für’n Teil?” – Ein Umgebaute XR 400 R mit ....!” Oder “Oh, ich sehe Du hast auch einen Wassersack! Der ist auch nicht dicht oder!?” – “Nö, ich hab da aber eine Lösung parat. Wenn ich zurück bin in Deutschland wird sich eine Infusionsklemme besorgt” – “AH, eine Tolle Idee! Da muß ich mir mal eine Krankenschwester angeln und mir auch so’n Teil besorgen lassen.” Irgendwann kamen Chris und Marcel dann doch aus dem Weg geschossen und Renates Twin hatte ein leichtes Lächeln zwischen den Scheinwerfern. ( Endlich heute mal Richtig drehen können!) Da der Weg jetzt wieder eben und gut befahrbar war konnten wir Renate ein weites mal Überreden Ihre Twin selbst zufahren. Vor allem weil just in dem Moment ein Auto den Weg entlang rasten. Da kann der Weg gar nicht so schlecht sein, wenn hier die Autos so schnell fahren. Nun das erste Stück war auch recht gut, doch dann wechselte der Weg seine Beschaffenheit. Der gute feste Sand- und Kiesboden ging über in einen Erdboden der über die gesamte breite des Weges mit teifen schlammigen Mega Löcher überseht war. Die ersten machten mir noch Spaß, doch dann kam eine Passage die um eine leichte links Kehre ging. Ich kam in einem Loch quer und schoß auf den Anlieger zu, doch dieser war so aufgeweicht, das er unter der Laßt meiner fliegenden Q weg rutschte. Im letzten Moment griff mein Hinterrad und ich driftete zur anderen Seite des Weges. Nichts desto Trotz war der Schleudergang noch nicht zu ende. Ich kam etwa in der Mitte wieder in Fahrtrichtung und nahm dann noch einige Löcher in angriff. Die ich und meine Q mit vollen Zügen leer fuhren. Als dann ein Dorf das Ende der Asphalt losen Tour einläutete war auch ich froh diesen Weg hinter mir gelassen zuhaben. Im Dorf fuhr Chris mit Marcel den Weg wieder ein Stück zurück um Renate’s Twin mal wieder zu holen. Ich glaube sie hatte schon nach dem ersten Schlammloch das Handtuch geworfen. Sergio fragte uns, wer denn noch Lust hätte ein wenig “OFF ROAD” nach Wittmann’s zu fahren? Ich wollte wissen ob wir noch mehr solche Schlamm Wege fahren müssen um Wittmann‘ zu erreichen. Als er meinte solche Wege seinen nicht mehr dabei beschloß ich ihm zu folgen. Also fuhr Marcel mit Renate über die Straße nach Wittmann’s und der Rest klemmte sich hinter Sergio. Auf den GPS war Wittmann’s noch ca. 26Km entfernt und gebraucht haben wir dann so ca. 30Km. Also, von Wegen kann eigentlich keine Rede gewesen sein. Dennoch sind wir über schöne Sand und Schotterwege gefahren, die stellen weise ein Tempo von bis zu 80Km/h erlaubten. An einer Stelle lag ein Abwasserrohr quer zur Straße und schaute so etwa 10cm hinaus. Das scheint in Rumänien so Üblich zu sein. Nur war dieses in der Mitte des Weges gebrochen und jemand hatte zwei Kopf große Steine über die Stelle gelegt. Und wie es so ist. Wo man hin schaut, da fährt man auch hin! Bin ich genau darüber gefahren und habe den ersten Stein mit dem Vorderrad und den zweiten mit dem Hinterrad ins Rohr gedrückt. Christian der an diesen Tag mit seiner DT80 dabei war hatte sich auf meine Fährte gesetzt und plumpste mit seinem Vorderrad in das nun vorhandene Loch. SHIT HAPPENDS! Und dann erlebten wir wie Rumänen sich benehmen, wenn sie verärgert sind! Sergio wollte einen Heuwagen überholen und hupte kurz. Daraufhin winkte der Mann auf dem Heu wir sollten Überholen. Doch der Mann, der den Heuwagen lenkte fuhr in dem Moment als Sergio zum Überholen ansetzt nach links und drängte ihn fast in der Gaben. Dieser beendete den Überholvorgang in den er sich durch überhängende Heu hindurch wuselte und dann sich mit seine DR350 quer auf den Weg stellte, von seiner Maschine sprang und den Traktor Fahrer fast von seinem Sitz holte. Es wurde lautstark Diskutiert und mit Händen und Füßen wilde Gesten ausgetauscht. Chris der mit seiner Kati am nächsten an diesem Geschehen war hatte nur ein breites Grinsen im Gesicht. Das Grinsen war so deutlich das ich es in meinem Rückspiegel aus 10m Entfernung deutlich sehen konnte. Als die beiden Streithähne mitbekamen, das wir uns köstlich Amüsierten hielten sie inne und verabschiedeten sich ebenfalls mit einem Lächeln. Sergio drängte uns wir sollten es zügig angehen lassen, da es bald Dunkel werden würde. Komisch, denn der einzige der mit der Geschwindigkeit seine Probleme hatte war Sergio selbst. Denn er mußte so manches mal mit seine DR zaubern um noch die Kurve zu bekommen. Er wunderte sich das ich mit nur einer Fußraste und ohne Hinterrad Bremse sein Tempo mithalten konnte und ihn auch noch Stellen weise vor mir her schob. Als wir Wittmann’s erreichten wurde es dann auch schon Dunkel und von Renate und Marcel keine Spur. Wir beschlossen erst Essen zugehen und dann vielleicht nach Ihnen zu suchen, doch dann tauchten sie auch zum Essen auf und es wurde noch ein geselliger Abend. Freitag:--------------------------------------------------- -----------------Der Freitag war zum Ausruhen da und Renate und ich taten dies in vollen Zügen. Nur Marcel und Chris bekamen die Nase nicht voll und mußten unbedingt den Cozia bezwingen. Nun dies Endete einige Stunden später mit einem Vollbad im Fluß. Chris tat es Marcel gleich und stieg freiwillig in ein Wasserloch um mal zusehen wie tief es überhaupt ist. Als die beiden Nachmittags zurück kamen waren sie doch etwas feucht hinter den Ohren. Der Abend stand im Zeichen der Siegerehrung und zur Feier des Tages startete ein Paragleider von gegenüberliegenden Cozia und landete auf der Wiese bei Wittmann’s. Sergio läßt bei einer Siegerehrung keinen außen vor und so bekam jeder eine Auszeichnung. Wir bekamen z.B. die Auszeichnung: “high tec haevy Team” oder eine andere Gruppe “Deutsch Rumänische Freundschaft” oder “light and haevy Team” Natürlich gab es auch eine Damen Wertung und ein Miß Enduromania! Renate machte in dieser Wertung den dritten Platz und beschwerte sich auch noch das wir nicht genug Punkte für sie Gesammelt hätten. Wir d.h. die Mannschaft landeten mit der Fahrtwind-POWER auf die Plätze 48 – 56 von 173 gewerteten Teilnehmern. Damit Sergio an dem Abend nicht der einzige sein sollte der die Leute auszeichnetet bekam er vom Fahrtwindteam eine Aluplatte mit den Unterschriften des Teams. Die selbe Platte bekam auch die Fam. Wittmann für eine hervorragende Bewirtung an den Tagen. Diese wiederum gaben Bekannt, daß das “kleine Haus” nicht länger das kleine Haus heißen würde. Sondern, daß das Haus ab den heutigen Tage den Namen das “Fahrtwindhaus” träge und wir, wenn wir wieder kämen auf jeden Fall in diesem Haus untergebracht würden. Nach der Siegerehrung wurde gegrillt, mit Bier und Tzuika gefeiert. Nun der Abend war so heftig, das Chris der als letzter in die Hütte kam mit vollem Anlauf sein Bett verfehlte und mit der Stirn gegen meine Bettkante lief. Samstag:-------------------------------------------------- -----------------Natürlich hat er es am Morgen nicht mehr gewußt und strickt abgelehnt. Chris hatte beschlossen mit Andreas in Bulli nach Hause zu fahren. Sein Hintern und Oberschenkel waren einfach wund gesessen. Die neue Kati und die alten KLR-Tuareg Klamotten vertragen sich nicht so Richtig, da war die alte Q wohl genügsamer. Wir packten in aller Ruhe unsere Sachen und verabschiedeten uns von Wittmann’s. Sergio war zu diesem Zeitpunkt mit seinem Geländewagen ständig unterwegs um die ganzen Hänger vom Berg herunter zubringen. So ein tiefer 7er BMW ist zwar für Deutsche Straßen Verhältnisse nicht schlecht, aber auf rumänischen Landstraßen hat dieser schon genug mit sich und dem Hänger zu kämpfen. Ganz zu schwiegen an der Abfahrt und der Furt bei Wittmann’s. Andreas war schon mit seinem Bulli das erste Steilstück herunter gefahren und wartete vor der Furt auf uns. Ich fuhr auch schon mal dorthin, während Renate und Marcel sich einfach nicht von den Wittmann’s loseisen konnten. Als ich bei Nello vorbei fuhr um mich auch von ihm zu verabschieden. Fragte er mich ob er mir das Geld, das er von mir beim tanken geliehen hätte in Lei zurück geben dürfe? Ich winkte ab und fuhr weiter. Beim Bulli angekommen, kam Sergio gerade den Berg hinauf und hielt an um sich zu verabschieden. Er kam auf uns zu und gab jedem die Hand. Doch bei mir meinte er: “Dich muß ich einfach mal Drücken!” Wir Umarmten uns zum ab schied und Sergio sagte zu den anderen umher Stehenden: “Mich dürfe man gar nicht mehr weglassen, denn wer so mit meinem Dickschiff wie meiner Q umgehe. Der müsse die Enduro-Maniac-Gemeinde im Lande aufrecht erhalten und vermehren.” Kurz darauf kam Renate und Marcel auch zum Bulli und verabschiedeten sich ebenfalls von Sergio. Dieser gab uns dann auch noch Grüße für Gesa auf den Weg und wir machten uns auf den Heimweg. Doch zuvor machten wir noch Rast an einer Tankstelle und dort trennten wir uns (Renate, Marcel und ich) von Chris (den Sauna unten sitzer), Andreas und Christian die mit den Bulli an diesem Tag noch bis zu Chris in Österreich fahren wollten. Wir hatten es an diesem Tag nicht ganz soweit, denn wir wollten nur bis Mini zu Gesa’s Pension und deshalb ließen wir es ruhig angehen. Trotzdem waren wir recht früh dort und konnten in aller ruhe den Tag ausklingen lassen. Nach dem Duschen hatte Gesa für uns das Essen vorbereitet und servierte ein hervorragendes fünf Gänge Menü. Kurz nach dem Essen kam der Däne (nein nicht der mit den Klompen Chris) mit seine Freundin/Frau auf seine Transalp er hatte von Sergio die Empfehlung bekommen doch auch bei Gesa vorbei zu schauen. Dieser wurde dann kurzer Hand bei Gesa’s Schwiegereltern einquartiert. An diesen Abend hatte Gesa noch ein paar andere Gäste, die mit Geländewagen ein wenig Offroad fahren wollten. Der Veranstalter war gleich sehr Interessiert an unseren Erzählungen über die Enduromania und wollte sich früh nächstes Jahr diesen Termin frei halten um sich Privat diese Ivent anzusehen. Der Däne fragte mich wo wir unser Teamnamen her hätten und ich erklärte ihm das wir alle in einer Mailbox vertreten währen und diese eine Gruppe hätte in der die ganzen Motorradfahrer ihre Erfahrungen und Berichte veröffentlichen würden und die Gruppe hieße “Fahrtwind”. Er hingegen sagte mir das in Dänemark das Wort “Fahrtwind” eine andere Bedeutung habe. Er erklärte mir die Bedeutung mit einem Beispiel. Er sagte: “Wenn man zuviel Bohnen essen würde und diese im Magen anfangen würden ihr Gase zu entwickeln und diese würden dann wiederum aus dem Arschloch entweichen. Das nenne man in Dänemark “Fahrtwind”!” Renate und Marcel gingen dann recht früh ins Bett und ich vertrieb mir mit Gesa und einigen Gläsern Weinbrand die Zeit. Sonntag:-------------------------------------------------- -----------------Am Morgen Frühstückten wir vorzüglich und machten uns auf den Weg nach Siofok am Plattensee in Ungarn. Vor der Grenze tankten wir noch für die restlichen Lei und demontierten wieder die CB-Funk Antennen um allen lästigen Fragen aus dem Weg zugehen. An der Grenze durften wir dann ohne die “Umweltsteuer” zu bezahlen bis zur Paßkontrolle durch fahren. Die Abfertigung auf der rumänischen Seite ging reibungslos nur auf der Ungarischen Seite wurden wir etwas genauer Kontrolliert. Doch etwas später ging es weiter zum Plattensee. Unterwegs wurde eine Pause eingelegt und eine Honig Melone verzehrt. Am frühen Nachmittag erreichten wir Siofok und bemühten uns um eine Schlafgelegenheit. Doch dies erwies sich als sehr kompliziert, da alle die Zimmer nicht für eine Nacht freigeben wollten oder dafür horrende Preise verlangten. Zu guter Letzt bekamen wir ein drei Bettzimmer bei einem älteren Ehepaar, das am Ende einer Seitenstraße lag. Nach den beziehen des Zimmers fuhren wir ins Zentrum von Siofok und ich bekam einen herben Kulturschock. Ballermann 6 oder Renesse ist da gegen ein richtiges Urlaubs Paradies. Nach einer recht guten Pizza machten wir uns auf und fuhren zurück in die Pension. Dort redeten wir noch eine ganze Weile über unsere Urlaubseindrücke und gingen früh Schlafen. Montag:--------------------------------------------------- ----------------Unsere Verladung der Motorräder auf den Autoreisezug begann so gegen 15:00 Uhr. Da wir aber so kurz vor 11:00 Uhr auf der Promenade in Siofok ein Restaurant Café “MÒLÒ” aus findig machten und uns diese gut zusagte. Blieben wir bis kurz vor 15:00 Uhr in diesem Café und aßen zu Mittag und leiteten die Kaffeezeit gleich danach ein. Es ist doch recht Interessant, die Personen zu beobachten die so die ganze Zeit vorbei marschieren. Auf den Gelände der DB-TUI trafen wir einige Mitreisende die ganz Stolz erzählten, das sie in Rumänien gewesen seien und mit ihren Motorrädern dort herum gefahren wären. Als wir fragten ob sie denn auch Geländefahrten gemacht hätten und warum den die Maschinen so sauber seien. Sagten diese die Maschinen wären ssssoooo dreckig gewesen, das sie die Maschinen in Rumänien geputzt hätten. Dafür durften sie auch die “Umweltsteuer” für alle Umgerechnet 20DM bezahlen. Als diese dann unsere Maschinen sahen, fielen sie aus allen Wolken und fragten uns wo wir denn herum gefahren wären. Und wir antworteten: “In Rumänien!” Einige meinen wohl, wenn sie über einen Feldweg fahren, dann hätten sie schon schwerstes Gelände unter den Rädern. Wir fuhren unser Motorräder auf den Autoreisezug und warteten, die anderen Motorradfahrer die mit dem Zug bis Siofok gekommen waren hatten alle ihre Spanngurte von der Hinfahrt dabei. Nur wir die nur die Rückfahrt von Siofok aus hatten standen ohne Spanngurte da. Nach einer ganzen weile wurde es Marcel zu bunt und er ging zu Bahnhofsvorsteher und fragte wann die Motorräder verzurrt würden? Darauf bekam er die Antwort das jeder seine Maschine selbst verzurren müsse und bekam ein paar alte Spanngurte in die Hand gedrückt. Wir verzurrten die Maschinen und marschierten mit dem restlichen Gepäck zum Personenbahnhof. Dort angekommen suchten wir den Zug und mußten feststellen das dieser Zug nirgendwo aufgeführt war. Ein freundlicher Bahnhofsvorsteher teilte dann Renate mit, das der Zug in einigen Minuten auf Gleis 5 einlaufen würde. Wir bezogen unser Schlafabteil und wurden vom Zugbegleiter mit einem Glas Sekt, Renate bekam gleich zwei begrüßt. Er hatte wohl Mitleid mit Renate, das sie mit zwei Jungs in so einem engen Abteil übernachten mußte. Als der Zug dann endlich rollte begann der Ansturm auf die Toilette, doch die waren ab geschlossen. Da die Toiletten mit Druckluft betrieben werden und das ungarische Bahnpersonal zu faul war dies Druckluft Anschlüsse einzuhängen mußten wir bis Budapest warten (ca. 2 Stunden). Dort wurde die Lok um gekoppelt und die Anschlüsse wurden eingesteckt. Der Zugbegleiter kam am Abend vorbei um die Betten abzulassen und fragte wann er uns am nächsten Morgen gewecken sollte. Wir beschlossen das er uns um 8:00 Uhr wecken möge damit wir noch in aller Ruhe im Speisewagen ein Frühstück ein nehmen konnten. Wir lagen schon in den Betten, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und jemand auf ungarisch etwas Sagte. Es dann auf Englisch wieder holte. Da ich schon im Halbschlaf war bekam ich nur mit das er sagte: “PAßPORT!” Ich kramte meinen Paß hervor und nahm mein T-Shirt auf Seite, daß ich zum trocknen und als Blendschutz auf gehangen hatte. Er hatte nicht damit gerechnet das noch jemand in der oberste Koje liegen könnte und erschrak fürchterlich. Darauf fragte er ob wir alle Deutsche wären und verabschiedete sich. Dienstag:-------------------------------------------------- -----------------So gegen 8:20 Uhr begann Renate unruhig zu werden, da der Bahnbegleiter uns ja um 8:00 Uhr wecken sollte und es jetzt schon zwanzig nach waren. Den versuch von Marcel, Renate zu erklären, das der Zug vielleicht Verspätung habe und er uns deshalb länger schlafen lassen würde half nicht Renate zu beschwichtigen. Sie stand auf und fing an sich anzuziehen und zu waschen. Da die unteren Betten noch aus geklappt waren stieß Sie einige male gegen das mittlere Bett und beschwerte sich bei Marcel über den Zugbegleiter. Warum er immer noch nicht da gewesen wäre und die Betten ein geklappt hätte, denn es seien ja mittlerweile 8:30 Uhr. Kurze Zeit später klopfte es an der Tür und der Zugbegleiter weckte uns mit dem Satz: “Guten Morgen! Es ist 8:30 Uhr! Der Zug hat eine halbe Stunde Verspätung und ich habe euch etwas länger Schlafen lassen.” Alle Aufregung war umsonst! Wir zogen uns an und gingen Frühstücken, das Frühstück genossen wir mit dem Ausblick auf die Lorelei. Noch vor Königswinter begann Renate sich die Motorradbekleidung an zulegen. Ich und Marcel warteten noch etwas damit und je länger wir warteten, desto unruhiger wurde Renate. Sie fragte nachher alle zwei Minuten wo wir denn jetzt schon seien. Bei Bonn fing auch ich dann an mich umzuziehen und war rechtzeitig vor erreichen des Bahnhofs Köln-Deutz fertig mit allen Dingen. Marcel begann erst kurz vor Köln-Deutz und verpackte die letzten Sachen als der Zug schon am Bahngleis stand. Dies war zuviel für Renate, sie verabschiedete sich von uns und ging schon mal auf den Bahnsteig. Darauf hin meinte Marcel zu mir:” Oh, ich glaube da hab ich doch ein bißchen zulange gewartet.” Nun der Zug stand noch eine ganze weile am Bahnsteig und wir hatten alle Zeit der Welt. Die Waggons mit den Fahrzeugen mußten ja noch abgekuppelt werden. Nach einiger Zeit wurden diese auf einem Nebengleis im Messegelände geschoben und wir konnten die Motorräder herunter fahren. Wir waren in Köln, der Urlaub war schon vorbei! Das kurze Stück nach Hause verlief ohne weitere Erwähnenswerte Vorfälle. Zuhause angekommen wurde erst mal abgepackt und geduscht. Dann nach habe ich mich erst mal hingelegt und noch zwei bis drei Stunden schlaft nachgeholt. |
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Ich hoffe der Bericht war nicht all zulang und er hat euch nicht gelangweilt. |
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